Reden für Vorstände, Politik und den großen Abend. Geschrieben von jemandem, der seit dreißig Jahren weiß, was einen Saal bewegt.
Der Saal ist voll, das Licht geht an, der Redner tritt ans Pult. Und in den ersten dreißig Sekunden entscheidet sich, ob die nächsten zwanzig Minuten ein Ereignis werden oder eine Geduldsprobe. Es liegt nicht an der Folie hinter ihm. Es liegt an den Worten, die er jetzt sagt, und daran, ob sie für diesen Abend, diesen Anlass, diese Menschen geschrieben wurden.
Eine Rede ist der menschlichste aller Texte. Sie steht und fällt mit dem Gespür dafür, was einen Raum bewegt. Dieses Gespür ist mein Beruf, seit 1992.
Für Vorstände und Geschäftsführer, die vor Belegschaft, Aktionären oder Kunden stehen. Für Bürgermeister, Minister und Abgeordnete, deren Rede am nächsten Tag zitiert wird. Für Verbandspräsidien, Preisträger und Laudatoren. Und für den Abend, an dem jemand vor der eigenen Familie sprechen muss und keinen Satz herausbekommt.
Über zwei Jahrzehnte habe ich für Erste Bürgermeister und Landesministerinnen geschrieben, für die Vorstände eines Automobilkonzerns, den Passage-Vorstand einer großen Fluggesellschaft, den Finanzvorstand eines bekannten Markenherstellers. Namen nenne ich keine; das gehört zum Handwerk.
Sie hat einen Anfang, der den Saal in dreißig Sekunden gewinnt, eine Wende, die man nicht kommen sieht, und einen Schluss, den die Leute mit nach Hause nehmen. Sie klingt nach Ihnen, nicht nach einer Vorlage, weil ich Ihre Sprache aufnehme, bevor ich schreibe. Und sie sagt an diesem Abend das Richtige, weil jemand entschieden hat, welcher von zehn klugen Sätzen der eine wahre ist.
Von 2016 bis 2022 habe ich für den Verband der Redenschreiber deutscher Sprache die Analysen der Vorstandsreden auf den DAX-Hauptversammlungen koordiniert. Wer so lange beurteilt hat, woran Reden scheitern, weiß: fast nie an der Sprache, fast immer an der fehlenden Entscheidung.
Eine Maschine findet das passende Wort. Ob es das richtige ist, entscheidet ein Mensch.
Am Anfang steht ein Gespräch, eine Stunde, manchmal zwei. Anlass, Publikum, was gesagt werden muss, was auf keinen Fall. Dann eine Struktur, die Sie freigeben, bevor ein Satz steht. Dann der Text, in Ihrer Sprache, auf Wunsch mit Regieanweisungen für Pausen und Pointen. Zum Schluss lesen Sie laut, ich höre zu, und wir ändern, bis die Rede Ihre ist.
Ich arbeite mit künstlicher Intelligenz, seit sie etwas taugt, und ich habe dafür eine eigene Software gebaut: redenschreiben.ai macht aus einem Briefing einen ersten Entwurf. Ich weiß also genau, was ein Sprachmodell kann: Varianten durchspielen, Strukturen vorschlagen, in Minuten liefern, wofür ein Mensch Stunden braucht. Das nutze ich, wo es Tempo bringt, und ich sage es Ihnen offen.
Was die Maschine nicht kann, ist den Saal lesen. Sie weiß nicht, dass der Jubilar einen trockenen Humor hat, dass die Belegschaft seit Wochen auf eine ehrliche Ansage wartet, dass an diesem Abend ein bestimmter Satz besser ungesagt bleibt. Diese Entscheidungen bleiben bei mir, und dafür stehe ich mit meinem Namen. Das Prinzip dahinter, der Mensch als letzte Instanz, ist dasselbe, das einer KI-Redaktion zugrunde liegt.
Ein Redenschreiber arbeitet im Hintergrund. Die Rede gehört Ihnen, der Auftritt gehört Ihnen, mein Name taucht nirgends auf. Ich nehme wenige Mandate parallel an, weil eine Rede Zeit zum Nachdenken braucht. Gearbeitet wird bundesweit und überwiegend aus der Ferne, mein Sitz ist Frankfurt am Main. Der erste Schritt ist ein Gespräch von dreißig Minuten, kostenfrei. Soll es ein Fachartikel oder ein Namensbeitrag werden: Dafür gibt es Fachartikel und Ghostwriting.
Für Festreden und Jubiläen, für Keynotes und Fachvorträge, für Hauptversammlungen und Mitarbeiterversammlungen, für Preisverleihungen und Trauerreden. Überall dort, wo ein Mensch vor anderen Menschen steht und es auf jedes Wort ankommt.
Selbstverständlich. Ein Redenschreiber arbeitet im Hintergrund. Die Rede gehört Ihnen, der Auftritt gehört Ihnen, mein Name taucht nirgends auf, wenn Sie es nicht wünschen.
Für eine Festrede von zwanzig Minuten rechnen Sie mit zwei Wochen vom ersten Gespräch bis zur letzten Änderung. Liegt der Termin näher, sagen Sie es im ersten Gespräch; dann sage ich Ihnen, ob es geht.
Selbst, mit der Maschine als Werkzeug. Sie hilft beim Durchspielen von Varianten und beim Strukturieren. Die Dramaturgie, jede Pointe und die Entscheidung, welcher Satz an diesem Abend der richtige ist, verantworte ich. Wie tief die Maschine eingebunden wird, entscheiden Sie.
Sie schreibt schnell einen brauchbaren Entwurf und liefert Varianten, an die ein Mensch erst nach Stunden gedacht hätte. Was sie nicht kann, ist den Saal lesen, die Stimme des Redners treffen und entscheiden, welcher Satz an diesem Abend wahr ist. Eine gute Rede entsteht aus beidem, in dieser Reihenfolge: dem Urteil des Redenschreibers und dem Tempo der Maschine.
Erzählen Sie mir vom Anlass und vom Publikum. Dreißig Minuten, kostenfrei. Den Rest bringe ich mit.
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